Große Freude bei den Kindern der AG „Natur pur“ an der Theodor-Heuss-Realschule in Offenburg. Das Schulprojekt wurde durch die Stiftung „Bildung und Soziales“ der „Spardabank Baden-Württemberg“ mit einer Förderung von € 500,- unterstützt.

AG-Leiterin Beate Braun und Schulsozialarbeiterin Pamela Schilli überraschten die Kinder mit Kisten voller Kräuterpflanzen und nagelneuen Gartengeräten. Mit viel Tatkraft und Begeisterung bepflanzten die 5 Klässler*innen die Kräuterspirale, die sie bereits schon vor längerer Zeit angelegt hatten und lernten dabei allerhand über die verschiedenen Gewächse.

Gleich in der nächsten Woche wurden schon die ersten Kräuter geerntet und zu Kräuterbutter verarbeitet. Ein Highlight des Jahres war das Lagerfeuer auf dem hinteren Schulhof, bei dem die Kinder Stockbrot backen und mit der eigenen Kräuterbutter verköstigen durften.

Insgesamt hat AG-Leiterin Beate Braun, die als Jugendbegleiterin ehrenamtlich an der Theodor-Heuss-Realschule unterwegs ist, mit den Kindern viel Programm auf die Beine gestellt: sei es selbstgemachtes Eis mit „Mädesüß“ (ein Kraut, das nach Honig und Vanille schmeckt), Ringelblumensalbe, Brennnessel-Pesto mit Pfannkuchen oder Johanniskraut- Öl. Dazu spazierte die Gruppe am Kinzigdamm entlang und suchte selbst die passenden Pflanzen.

Beate Braun freut sich über die Begeisterung und Lebhaftigkeit der Kinder, mit der sie sich in der Natur bewegen und neugierig neue Dinge über Pflanzen und Tiere lernen wollen. Am besten geht das beim aktiven Mitgestalten und Selbermachen. Der hintere Schulhof der „Theo“ eignet sich bestens dafür. Dort stehen zahlreiche alte und große Bäume, es gibt ein Bienenhotel und eine Schmetterlingswiese. Die Kräuterspirale passt super dazu. An sonnigen Tagen lassen sich dort Eidechsen beobachten, die zwischen den Steinen schon ein Zuhause gefunden haben. Ab und zu lassen sich große Vögel wie Eichelhäher oder Bussarde und auch Falken blicken. Auch eine tote Maus haben die Kinder gefunden und mit viel Wertschätzung vorsichtig beerdigt. Die AG „Technik für Mädchen“ hat selbstgezimmerte Vogelhäuschen aufgehängt, die bereits in diesem Jahr von Meisen eifrig bewohnt und bebrütet wurden. 

„Ein richtiges Paradies mitten in der Stadt“, findet die Schulsozialarbeiterin Pamela Schilli, die auch gerne mit Klassen oder Gruppen das Schulgebäude verlässt und den Erholungswert der Natur zu schätzen weiß. Gerade nach dem anstrengenden Schuljahr tut ein bisschen Durchatmen allen gut.