…Handwerker steigen der Theodor-Heuss-Realschule aufs Dach

Nachdem es jahrelang zu Überschwemmungen in der Aula, in den Klassenzimmern und Fachräumen kam, genehmigte der Schulträger die Neusanierung des gesamten Daches der Schule. Somit hat die ewige Flickerei ein Ende, es müssen von Hausmeister Martin Irslinger keine Eimer mehr in der Aula aufgestellt werden, bei Regenschauer auch mal am Wochenende, und man muss keine Angst mehr vor Verletzungsgefahren durch Ausrutschen haben. „Endlich, das neue Dach ist fertig und hoffentlich auch dicht!“ So Schulleiter Rüdiger Fetsch, der von den Lehrerkollegen eine verbale Auszeichnung bekam: „Erster Rektor an der Theo, der das Dach dicht bekommen hat!!!“
Letzte Gerüste werden noch entfernt und es ist geplant, dass anschließend noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert werden soll; so sehen nachhaltige Baumaßnahmen aus.

Weiteres zum Schulgeschehen: Nachdem ab 17. März die THEO schließen musste, war für viele Schüler, Lehrer und Eltern nichts mehr wie zuvor. Über Telefonate, Elternbriefe, die neue Schul-App `Sdui` und auch E-Mails hat die Schule seitdem versucht, den Unterricht und den Kontakt zur Schule aufrecht zu erhalten

Die 10. Klassen haben inzwischen ihre schriftlichen Realschulabschlussprüfungen unter Einhaltung der Hygiene- und Prüfungsvorschriften durchgeführt, die mündlichen Prüfungen stehen noch aus. Eine Premiere waren auch die ersten schriftlichen Hauptschulabschlussprüfungen an der THEO einiger Schüler aus den 9. Klassen.
Zuvor wurden alle diese Schüler ab dem 4. Mai v.a. in ihren Prüfungsfächern in kleinen Gruppen unterrichtet. Weiterhin galt für alle anderen Klassen der Fernunterricht.

Dieser hatte und hat es leider immer noch in sich: Es gibt seitens der Eltern und Schüler sehr unterschiedliche Ansprüche, Eltern melden zurück, dass die Kinder zu viele Aufgaben bekommen, andere Eltern meinten, die Aufgaben seien nicht ausreichend und viele Eltern wünschen sich mehr digitale Angebote. Hierbei sollte man jedoch bedenken, dass nicht alle Haushalte mit Tablet, Laptop und PC ausgestattet sind; und manchmal werden die Geräte auch für das Home Office der Eltern gebraucht.

Viele Schüler melden auch, dass sie keinen Drucker haben, aber zum Glück hat die THEO zwei sehr fleißige Schulsekretärinnen, die freundlich jegliche angeforderten Aufgaben ausdrucken und den Schülern zur Abholung bereit legen. Manche Lehrer fuhren sogar täglich die Aufgaben für ihre Schüler aus und warfen sie in den Briefkasten.

Die derzeitige Situation ist eine große Herausforderung für alle, die an der Schule tätig sind, angefangen vom Sekretariat, dem Hausmeister und Reinigungspersonal, welches täglich reinigt und desinfiziert, dem Personal der Ganztagsbetreuung, die inzwischen auch für das leibliche Wohl der Schüler in der Mittagspause sorgen, der stets sehr aktiven Schulsozialarbeiterin Pamela Schilli, bis hin zu den Lehrern und nicht zuletzt der Schulleitung mit Herrn Fetsch und Herrn Mau. Diese beiden haben in vielen Elternbriefen und Plänen wirklich eine logistische Meisterleistung vollbracht.

Seit den Pfingstferien gibt es für alle Klassen einen übersichtlichen Wochenplan, der dem Fernunterricht eine klare Struktur bietet. Die wochenlange Beobachtung hat jedoch gezeigt, dass  die Schüler in einer Präsenz- oder Notbetreuung sehr eigenständig und schnell ihre Aufgaben erledigen, während es zu Hause meist nicht voran geht.

Aber auch der Präsenzunterricht birgt so seine Tücken: Schüler fehlen unentschuldigt oder verschlafen bzw. „beschweren“ sich, dass sie zu früh Unterricht haben, während die 2. Gruppe ihrer Klasse später Unterricht hat. Ein versetztes Erscheinen der Schüler ist aus Hygienemaßnahmen jedoch zwingend notwendig.  Zudem gibt es auch Schüler, die kein Material dabeihaben, die Aufgaben nicht gemacht haben oder auch nicht vorbereitet sind … schwierig für die betreuenden Lehrkräfte. Es gibt sogar Schüler, die Kopien der erforderlichen Aufgaben im Sekretariat bestellen aber nicht abholen …! Das besorgt die Lehrer dann schon.

Es gibt aber auch ganz viele positive Rückmeldungen: Viele Schüler strengen sich wirklich an, auch dank der Unterstützung ihrer Familien, und haben inzwischen sehr viel geleistet, das selbstständige Lernen kann also auch klappen, wenn alle Beteiligten gut zusammenarbeiten.

Eine Herausforderung sind Videokonferenzen mit Schülern. Zu berücksichtigen sind hierbei zum einen die Endgeräte der Schüler, meist Handy und kein PC oder Laptop, die entsprechende App muss auf dem Gerät installiert, die Kennung angelegt werden, die entsprechende schnelle Verbindung muss vorhanden sein. Bedenklich bei dem ganzen Vorhaben ist jedoch, dass vielen Schülern das nicht immer alles zur Verfügung steht und das System muss eingerichtet und gepflegt sein.
Die Hygiene- und Datenschutzvorschriften in der Schule sind sehr eng, die Räumlichkeiten geben vor, was zu tun ist.

Zusammenfassend können alle Schulbeteiligten bestätigen, dass die Einführung der App `SDUI` richtig und wichtig war und vor allem rechtzeitig an den Start ging.
Seit Montag, 29. Juni findet auch in den Klassen 5 und 6 wieder Unterricht statt, zwar in halben Klassen und parallel zueinander, aber immerhin auch mit Ganztagsbetreuung. Der Unterricht in den 9. Klassen läuft weiter und in der Folgewoche dürfen dann die Schüler der 7. und 8. Klassen wieder das Schulhaus betreten.
Dieses rollierende System gilt laut Anordnung des Kultusministeriums bis Ende des Schuljahres.

Abschließend stehen viele offene Fragen seitens der Schule, Eltern und natürlich der Schüler im Raum, auf die es derzeit noch keine Antworten gibt. Aber das Leitbild der Schule lässt sich auch in Zeiten von Corona nicht so schnell erschüttern:
„… unterschiedliche Menschen gehen MITEINANDER ein Stück des Weges.“ Und sei der Weg auch noch so steinig.