Für die 10. Klassen ist ein ganz besonderes Schuljahr angebrochen: sie werden nach 6 Jahren „Theo“ die Schule mit der „Mittleren Reife“ verlassen.

Ein Jahr voller Anstrengungen, Anforderungen und Prüfungenliegt vor ihnen.

Fachlich werden die Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrkräften sehr gut vorbereitet; die Klassenlehrer bieten zusätzlich Halt und Unterstützung.

Für den letzten Feinschliff bietet die THR eine kostenlose Mathe-Nachhilfe an – zusätzlich kann in den Osterferien über den Förderverein der THR noch ein Englisch-Crashkurs besucht werden.

Schulsozialarbeiterinn Pamela Schilli möchte den Schülerinnen und Schülern auch zur mentalen Prüfungsvorbereitung „Werkzeug“ an die Hand geben und bot im Oktober und November zwei Workshops mit dem Titel „School-Life-Balance zur Prüfungsvorbereitung“ an.

Im Workshop Nummer 1 drehte sich alles ums „Lernen mit Methode“: Neben einem Input, wie das Gehirn am Besten lernt und wie man seinem Gehirn verklickern kann, was besonders wichtig zu merken ist, sollten die Teilnehmer/innen auch mit unterschiedlichen Methoden unterschiedliche Sinne benutzen und so mehr Bereiche im Gehirn ansprechen und aktivieren. Dies wurde anhand eines Vokabeltrainings im Fach Englisch geübt und umgesetzt. Besonders überrascht hatte die Schüler, dass Pausen genauso wichtig beim Lernen sind wie das Lernen selbst; denn: das Gehirn merkt sich, ob eine Tätigkeit anstrengend ist oder nicht… und ob Lernen Spaß macht. Weiter ging es mit Tipps & Tricks um motiviert zu bleiben, sich Wohlfühlzonen beim Lernen zu schaffen, sich zu Lerntreffs zu verabreden und vor allem kreativ beim Lernen zu sein, etwa Verben in einen Rap verpacken, witzige Eselsbrücken bilden oder sich mögliche Prüfungsfragen überlegen, diese in ein Quiz verpacken und gegen Freunde spielen. Der zweite Teil dieses Tages stand ganz im Zeichen des „Ansprechenden Präsentierens“, einer Kompetenz, die an der Realschule im Abschlussjahr unglaublich bedeutsam ist.

In Kleingruppen wurde der Aufbau einer Präsentation erarbeitet, über den Einsatz von Medien gesprochen und Verhalten und Sprache analysiert. An einer 3-minütigen Mini-Präsentation wurde das Erlernte in die Praxis umgesetzt, die Schüler präsentierten vor der Gruppe und gaben sich gegenseitig wertschätzende Rückmeldung, so dass jeder für sich Verbesserungsvorschläge mitnehmen konnte.

Es war ein sehr arbeitsreicher Tag, der den Teilnehmern aber großen Spaß gemacht hat und durchweg nur positiv bewertet wurde.

2 Wochen später ging es weiter mit Workshop Nummer 2. Pamela Schilli hatte als professionellen Lerncoach Tanja Ritter von Ritter-Coaching eingeladen, die mit den Teilnehmern zum Thema Umgang mit Lernblockaden, Lampenfieber, Prüfungsangst und Blackouts arbeitete.

Da es zwischendurch immer wieder Übungen aus der LifeKinetic gab, waren alle konzentriert und mit Spaß bei der Sache. 

Auch das Thema „innere Motivation“ und „Zielsetzungen“ wurde ausführlich besprochen. 

Unterstützt wurden die Aktionen vom „Aktionsplan Gesundheitsförderung“ der Stadt Offenburg, bei dem dieses Jahr das Motto „Achtsamkeit“ lautete.

Ziel der Workshops war es, den 10.Klässlern Ideen für eine gesunde Balance zwischen Lernen und Erholen in der Prüfungsvorbereitung zu vermitteln, gut mit sich selbst auch in stressigen Situationen umzugehen, Methoden zur Konzentrationssteigerung zu vertiefen und die Schüler motiviert und mit einem guten Gefühl in die Prüfungsphase zu schicken.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Teilnehmer das Erlernte auch dann, wenns drauf ankommt, gut umsetzen können. Die „Theo“ drückt allen Prüflingen fest die Daumen.