Theodor-Heuss-Realschule und Lebenshilfe kooperieren in der Berufsorientierung

Ein Blick in die Praxis für Schülerinnen und Schüler, das ist das Ziel der Bildungspartnerschaft zwischen der Theodor-Heuss-Realschule und der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch.

„Die Kooperation mit der Lebenshilfe bietet eine praxisnahe berufliche Orientierung“, ist sich Schulleiter Rüdiger Fetsch sicher. Gemeinsam mit dem Lehrerkollegium der Theodor-Heuss-Realschule will er den Jugendlichen nach der Mittleren Reife einen guten Start ins Berufsleben ermöglichen. Für die Pädagogen gehört dazu, rechtzeitig vor dem Abschluss eine Vielfalt an Ausbildungen vorzustellen. Im Idealfall sollten Interessierte in einem Praktikum das Berufsbild kennenlernen. „Ziel ist, dass sich unsere Schüler gezielt auf einen Ausbildungsplatz bewerben können.“

Gemeinsam mit dem Realschulrektor haben Stefan Firnkes und Franziska Kiefer-Bau, die bei der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V. für Personal und Ausbildung verantwortlich sind, die Praxisbausteine für diese Bildungspartnerschaft festgezurrt.

Erste Praxis bei der Lebenshilfe

„Beim Berufsinformationstag kommen wir in die Schule und stellen die Berufsbilder (unterschiedliche Einsatzorte) bei der Lebenshilfe vor“, so Kiefer-Bau von der Lebenshilfe. Die Lehrer begleiten die Vorstellung im Unterricht. Im Gegenzug können die Schülerinnen und Schüler beim Tag der offenen Tür die Einrichtung näher kennenlernen und im Kurzpraktikum ein oder zwei Wochen Praxisluft schnuppern. „Die wenigsten Jugendlichen haben in ihrem Leben mit Menschen mit Behinderung zu tun. Wer sich auf ein Praktikum einlässt, verliert rasch seine Scheu. – Für viele ein echtes Aha-Erlebnis.“ Um insbesondere Jungen über soziale Berufe zu informieren gibt es außerdem noch ein Angebot beim Boys‘ Day.

Ziel der Lebenshilfe ist es, Interesse für die Berufe in der Heilerziehungspflege Altenpflege etc. zu wecken. „Für uns ist es auch eine Chance uns bei den Schülern als Ausbildungsbetrieb zu empfehlen“, ergänzt Firnkes. „Wer nach dem Schulabschluss eine weitere Entscheidungshilfe braucht, der kann uns und unsere Arbeit in einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst näher kennenlernen.“ Für die Ausbildung ist ein Vorpraktikum notwendig, dass über das FSJ/BFD bei uns erfolgen kann.