Am 13. Februar 2017 konnten die Eltern und interessierte Schüler der THR bei einem interessanten und kurzweiligen Vortrag in der Schulaula mehr über das „1×1 des Schulerfolgs“ erfahren. Auch einige Eltern der umliegenden Grundschulen folgten der Einladung.

Der bekannte Autor Detlef Träbert aus Köln gab viele praxisorientierte Tipps für ein erfolgreiches Lernverhalten, angefangen von stressfreiem Lernen über die Optimierung von Hausaufgaben und Tipps zum richtigen Vokabellernen bis zur Lernmotivation.

Zwischendurch sorgte der Referent mithilfe von witzigen Übungen zur Aktivierung des Kreislaufs und zur Konzentrationssteigerung für Abwechslung und herzhaftes Lachen im Saal.

Nach eineinhalb Stunden voller nützlicher und auf humorvolle Weise übermittelter Informationen, bestand für die Besucher anschließend noch die Möglichkeit, sich an einem Bücher- und Materialientisch über allerlei pädagogische Fachliteratur und Spiele zur Konzentrationsförderung zu informieren.

Einige Aspekte des Vortrags in kurzer Zusammenfassung:

Tipps für die Hausaufgaben:

  • Ein fester Arbeitsplatz, eine feste Arbeitszeit und ein fester Ablauf sind wichtig.
  • Am Anfang steht das Herrichten des Arbeitsplatze.
  • Zuerst wird das Hausaufgabenheft aufgeschlagen, „heimliche Hausaufgaben“ nachgetragen  und der Ablauf geplant.
  • Der Zeitbedarf sollte geschätzt und Zeitgrenzen gesetzt werden.
  • Eventuell können auch Pausen eingelegt werden.
  • Nach Beendigung der Hausaufgaben sollte gleich die Schultasche für den nächsten Tag gepackt werden.
  • Ein starkes Engagement der Eltern bei den Hausaufgaben ist ungünstig für die Lernentwicklung. Aufsicht, Kontrolle und direkte Hilfestellung wirken schwächend! Ermutigung und prozessorientierte Hilfen der Eltern hingegen wirken stärkend.
  • Besonders wichtig ist die Schaffung guter Rahmenbedingungen für die Hausaufgaben: eine feste Lernzeit, ein angenehmer Lernort und Ungestörtheit!

Tipps zum Lernen ohne Stress:

  • Manchmal lernt man besser gemeinsam als alleine.
  • Gewisse Dinge lernt man besser in Bewegung als im stillen Sitzen, z.B.  auf dem Hometrainer, Trampolin springend, stehend und mit Gesten (Gedichte, …), einen Ball hin- und herwerfend (Vokabeln übersetzen), …
  • Vokabeln können gut und effizient in kleinen Portionen gelernt werden, z.B. täglich 3 Vokabeln vor dem Essen, 3 Vokabeln zwischendurch und 3 Vokabeln nach dem Essen.
  • In gemütlicher Atmosphäre und an einem aufgeräumten, gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz kann man besser lernen.
  • Ohne Ablenkung kann man besser lernen. Das Handy ist oft die stärkste Ablenkung, aber auch ein Tisch, auf dem viele Dinge herumliegen, die gerade nicht benötigt werden.

 

Das Leistungsmotiv: Schüler sollten durch die Hoffnung auf Erfolg motiviert werden, nicht durch Angst vor Misserfolg oder durch anderweitige Belohnungen.
Hoffnung auf Erfolg entwickelt sich, wenn Kinder ermutigt werden, Akzeptanz erfahren, sie echte eigene Erfolge erleben, auch Scheitern erleben dürfen und wenn sie motivierte Vorbilder haben.