Schüler jubelnd vor der Schule
Unsere
Schule

Unsere Schule wurde nach Theodor Heuss benannt, der am 12. September 1949 zum ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde.

 

Theodor Heuss (1884-1963

Eine kurze Zeittafel:

1884

31. Januar: Theodor Heuss wird in Brackenheim/Württemberg als jüngster Sohn eines Straßenbaumeisters geboren.

1902-1905

Studium der Nationalökonomie in München und Berlin

1905

Promotion zum Dr. rer. pol. mit der agrargeschichtlichen Arbeit „Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn“

1905-1912

Mitarbeit in der von Friedrich Naumann herausgegebenen Zeitschrift „Die Hilfe“ in Berlin; ab 1907 Übernahme des politische Resort der Zeitschrift.

1908

Heirat mit Elly Knapp, der Tochter des Straßburger Nationalökonomen Georg Knapp; aus der Ehe geht ein Sohn hervor

1910-1918

Mitglied der „Fortschrittlichen Volkspartei“

1912-1918

Hauptschriftsteller der „Neckarzeitung“ in Heilbronn

1913-1918

Redigierung der Halbmonatszeitung „Der März“ in Heilbronn

1918

Rückkehr nach Berlin und Eintritt in die Deutsche Demokratische Partei (DDP); Mitglied der Geschäftsführung des „Deutschen Werkbundes“

1918-1922

Übernahme der Redaktion der Wochenzeitschrift „Deutsche Politik“

1919

Wahl zum Bezirksverordneten in Berlin-Schöneberg; Mitarbeit parallel bei der „Vossischen-Zeitung“ und der „Frankfurter Zeitung“

1920-1933

Dozent an der Hochschule für Politik in Berlin

1923-1926

Übernahme der Redaktion der Zeitschrift „Die Deutsche Nation“

1924-1928

Mitglied des Reichstages für die DDP

1930-1933

Mitglied des Reichstages für die Deutsche Staatspartei (Nachfolgepartei der DDP)

1932

Vorstandsmitglied der 1927 gegründeten Demokratischen Partei Deutschlands (DPD)

Historisch-politische und soziologische Analyse und Kritik des Nationalsozialismus in der Publikation „Hitlers Weg“

Verbrennung des Werkes durch die Nationalsozialisten 1933

1933

23. März: Wiederstrebende Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz, das Reichstag und Reichsrat von der Gesetzgebung ausschließt

und die nationalsozialistische Alleinherrschaft ermöglicht;

Mai: Entlassung als Dozent der Hochschule für Politik in Berlin durch die Nationalsozialisten;

12. Juli: Aberkennung des Reichstagsmandats

1933-1936

Erneut Herausgeber der Zeitschrift „Die Hilfe“; nach mehreren Verwarnungen von Seiten des Propagandaministeriums Niederlegung der Leitung der „Hilfe“

1937-1945

Niederschrift und Veröffentlichung – teilweise unter dem Pseudonym Thomas Brackheim – verschiedener Biographien:

1937 über den Politiker und Weggefährten Friedrich Naumann, 1939 über den Architekten Hans Pölzig,

1940 über den Zoologen Anton Dohm und 1942 über den Chemiker Justus von Liebig;

seit 1943 Arbeit an der Biographie des Industriellen Robert Bosch, die 1946 publiziert

1941

Fester Mitarbeiter bei der Frankfurter Zeitung, in der vor allem historische und kulturpolitische Aufsätze veröffentlicht werden

1942

Verbot durch die Nationalsozialisten, Arbeiten von Heuss in deutschen Zeitungen zu veröffentlichen; Unterlaufen des Verbots von einigen Zeitungen;

Veröffentlichungen unter einem Pseudonym

1945

Kultusminister in Württemberg Baden

1946

Juni: Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung in Württemberg-Baden

September: Wahl zum Vorsitzenden der am 6. Januar 1946 in Stuttgart neu gegründeten „Demokratischen Volkspartei“ (DVP) in der amerikanischen Besatzungszone

ab Dezember: Mitglied des Württemberg-Badischen Landtags

1947

Vorstandsmitglied der 1947 gegründeten Demokratischen Partei Deutschlands (DPD)

März: Übernahme einer Honorar-Professur für politische Wissenschaft an der Technischen Hochschule in Stuttgart

1948

September: Liberaler Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender im Parlamentarischen Rat in Bonn

12. Dezember: Zusammenschluss der westdeutschen liberalen Parteiverbände zur Freien Demokratischen Partei (FDP) in Heppenheim; Theodor Heuss wird der 1. Vorsitzende.

1949

12. Juni: Bestätigung als Bundesvorsitzender der FDP durch den Bundesparteitag.

14. August: Nach erster deutscher Bundestagswahl Mitglied des Bundestages.

12. September: Wahl zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland durch die Bundesversammlung; daraufhin Verzicht auf sein Bundestagsmandat und den Parteivorsitz.

1950

Nach provisorischer Unterkunft auf der Viktorshöhe bei Bonn Bezug der Villa Hammerschmidt im Dezember als Amtssitz.

1951

Stiftung des „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ (Bundesverdienstkreuz in mehreren Stufen) zur Würdigung von Verdiensten um Volk und Staat

1952

Neueinführung einer neuen Nationalhymne misslingt; das Deutschlandlied wird Nationalhymne unter der Maßgabe, dass lediglich die dritte Strophe gesungen werden darf.

1953

Veröffentlichung der Schrift „Vorspiele des Lebens: Jugenderinnerung“

1954

17. Juli: Wiederwahl von der Bundesversammlung ohne Gegenkandidaten für weitere fünf Jahre als Bundespräsident

1956

Mai: Staatsbesuch in Griechenland

1957

Mai: Staatsbesuch in der Türkei

November: Staatsbesuch in Rom und Empfang im Vatikan

1958

Juni: Staatsbesuch in Kanada und den USA

Oktober: Staatsbesuch in London

1959

In seiner zehnjährigen Amtszeit hat Heuss der Institution des Bundespräsidenten durch Würde, Persönlichkeit und Geist ein weit über die formalen Rechte des Amts hinausgehendes Gewicht gegeben und dazu beigetragen, Vorurteile in der Weltöffentlichkeit gegen die Deutschen abzubauen

Die Anerkennung für sein Wirken ist so groß, dass überlegt wird, eine Änderung des Grundgesetzes herbeizuführen, um ihm damit eine 3. Amtszeit zu ermöglichen. Heuss lehnt dies ab und will keinen Präzedenzfall schaffen.

Herbst: Rückzug auf seinen Ruhesitz in Stuttgart, nachdem Heinrich Lübke seine Nachfolge als Bundespräsident angetreten hat.

1963

12. Dezember: Theodor Heuss stirbt

17. Dezember: Staatsbegräbnis